Warum stopfen nicht alle Klugen und Mutigen ihre Traumprojekte in Briefumschläge und reichen sie bei den Förderbehörden ein?
Warum stopfen nicht alle Klugen und Mutigen ihre Traumprojekte in Briefumschläge und reichen sie bei den Förderbehörden ein? Foto: Jörg Peter Rademacher
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Strukturwandel fordert die ganze Gesellschaft. Heißt es immer wieder. Wie kann es dann sein, dass dieser für die Zukunft der Lausitz so wichtige Prozess keine Begeisterung weckt? Warum geht nicht ein Ruck durch die Lausitz? Warum stopfen nicht alle Klugen und Mutigen ihre Traumprojekte in Briefumschläge und reichen sie bei den Förderbehörden ein? Warum tüfteln die Fachleute der Region nicht längst in der Hobbygarage nach der Gewinnertechnologie von morgen?

Die Realität dagegen: Brandenburg und Sachsen gehören, was den Anteil der Erstgeimpften gegen Corona angeht, zu den Schlusslichtern in Deutschland.
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Das dauert noch

Weil der Strukturwandel noch immer als staatlicher Prozess wahrgenommen wird. Jedenfalls wird er so diskutiert. Beispiel Sachsen, wo die momentan heißeste Strukturwandel-Frage die Besetzung von Begleitausschüssen betrifft. Ergo: Welche Ortsmannschaft in welcher Runde vertreten ist, in der entschieden wird über vielversprechende Ideen, von denen es zu wenige gibt.

Der Strukturwandel präsentiert sich bislang dem Publikum als ein Wettrennen der Kommunen. Jedes Projekt, vom Spielplatz bis zum Forschungszentrum, muss durch den Flaschenhals örtlicher Gremien. Keine Unternehmerin, kein Handwerker kann sich direkt an Bund und Länder wenden mit Konzepten, die vielleicht mehr bringen als die schicke Straße. Der Strukturwandel ist kein Schönheitswettbewerb für Bürgermeister. Es geht nicht darum, welche Gemeinde ihren Nachbarn dieses oder jenes Förderfilet wegschnappt. Es geht darum, die Menschen, die etwas drauf haben, zu fördern und machen zu lassen. Nur zur Erinnerung.

Quelle: ots/Lausitzer Rundschau
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