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Grüne hätten mit Habeck bessere Chancen als mit Baerbock gehabt

Parteienforscher Jürgen W. Falter hält die Entscheidung der Grünen, Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin zu bestimmen, für fragwürdig. "Mit Robert Habeck als Kanzlerkandidat wäre die Chance der Grünen möglicherweise höher gewesen", sagte Falter im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Er ist der Liebling der Medien und aller Schwiegermütter, vielleicht hätte er auch weniger Fehler gemacht." Die Entscheidung für Baerbock sei zwar "aus strategischen Gesichtspunkten aus Sicht der Grünen unvermeidlich, aber möglicherweise die falsche" gewesen.

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Politik.
Mit Robert Habeck als Kanzlerkandidat wäre die Chance der Grünen möglicherweise höher gewesen.
Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Parteienforscher Jürgen W. Falter hält die Entscheidung der Grünen, Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin zu bestimmen, für fragwürdig. "Mit Robert Habeck als Kanzlerkandidat wäre die Chance der Grünen möglicherweise höher gewesen", sagte Falter im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Er ist der Liebling der Medien und aller Schwiegermütter, vielleicht hätte er auch weniger Fehler gemacht." Die Entscheidung für Baerbock sei zwar "aus strategischen Gesichtspunkten aus Sicht der Grünen unvermeidlich, aber möglicherweise die falsche" gewesen.

"Ohne Frage hat Frau Baerbock den Wahlkampfstart verbockt", erklärte Falter weiter. "Das heißt aber nicht, dass es nicht doch auf eine grüngeführte Koalition hinauslaufen könnte, selbst wenn sie selbst ihrer Partei bislang keine Stimmen gebracht hat und andere Parteien von Lachets Schwäche profitieren."

Eine Sehnsucht nach einem grundlegenden Wechsel sei bei den Wählerinnen und Wählern nicht zu erkennen, weder nach rechts noch links, sagte Falter weiter. Es gebe allenfalls den Wunsch nach einer grünen Regierungsbeteiligung, aber mehrheitlich nicht als führende Partei. "Und dass Union und FDP alleine regieren könnten, zeichnet sich definitiv nicht ab. Gegen Schwarz-Gelb würde ich jedenfalls eine ziemlich gute Flasche Wein verwetten."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

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